
Wie war eigentlich mein Anfang? Wie kam ich zur Comedy? Dazu muß ich sagen, dass ich bestimmt schon immer Comedy gemacht habe, bloß es nicht erkannt habe, dass es welche ist. Die die mich kennen, wissen, dass ich eigentlich Musiker bin u. das im Musik machen mein Herzblut dran hängt. Seit ich 14/15 war, bin ich eigentlich schon immer vor Leute aufgetreten u. habe mal Solo als Liedermacher u. mit verschiedenen Bands vor Leuten gespielt. Schon ende de 80iger ( ja, ja, altes Eisen der Allstädt) habe ich Songs u. Auftritte gemacht, wo du heute sagen würdest….jo, dat is Comedy. Früher waren es einfach nur “Lustige Lieder!” Tja, die Zeiten ändern sich. Habe dann so Mitte der 90iger mal versucht eine Kabarettgruppe zu gründen, bestand außer mir ausschließlich aus Studenten…..aua…vergiß es! War im nachhinein eher ne Therapietruppe u. würde heute als Realshow durchgehen u. auf RTL2 bestimmt einen guten Sendeplatz bekommen, 0:30 Uhr oder so. Wenn ich nur daran denke, brauchtest du eigentlich nur die Kamera diesbzgl. draufhalten. Hat auch nicht lange gehalten u. nach ein paar Auftritten fanden einige raus, dass man neben hochpolitischen weltverbesserischen Gerede auch ab u. zu mal Proben u. seine Texte lernen sollte. Und dann habe ich erstmal das Lachen an den Nagel gehängt u. habe nur noch Musik gemacht. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber so ende 2005, anfang 2006 habe ich dann irgendwie verspürt, du müsstest wieder mal in die Richtung gehen. Hatte aber eigentlich auf Musikkabarett im Visier evtl. mit ein paar anderen Musiker oder allein. War mir da noch nicht sicher. Über eine Bekannte aus dem Theaterbereich, die mich da eines Tages mitnahm zu einem Meeting u. zwar im Alten Wartesaal am Kölner Hauptbahnhof. Die saßen an der Bar, ich glaube so, fünf, sechs Leutchen u. fasselten was vom, wir wollen Comedy machen. Einer davon, der im sitzen immer noch erheblich größer war als ich, der neben ihm stand, erzählte mir, was er vor hatte u. vor allem, wie er sich das vorstellte. Ich muß schon sagen, es war ein sehr lustiger Abend u. der eigentliche Anfang oder auch Ursprung von meiner Comedy. Wir sind dann alle noch gemeinsam ins Low Budget gegangen u. haben uns die Offene Wunde Show angeschaut. So was wie eine Offene Bühnen…10min Auftritt für zwei Biermarken. An diesem Abend habe ich meine beiden lieben Kollegen kennengelernt, mit denen ich noch heute, als das Trio Zarte Machos unterwegs bin. Zum einen, der Typ, der sitzend immer noch größer ist als ich stehend auf ner Dreistufenleiter, der Mattu. Zum anderen, stand da so schlaksiger junger Herr aus Köln-Lindenthal an dem Abend auf der Low Budget Bühne u. performte einer seiner ersten Auftritte. Guten Abend, ich bin der Christoph Dörr, so oder so ähnlich könnte er sich vorgestellt haben. Vielleicht haben die Beiden eine nicht geringe Schuld daran, dass ich noch heute u. vom Tag zu Tag mehr, riesigen Spaß an der Comedy habe u. noch haben werde. Eine Zukunft ohne Comedy mir mittlerweile überhaupt nicht mehr vorstellen kann. Egal was sich noch ergeben wird u. in welcher Art u. Weise. Das war jedenfalls der Anfang vom Beginn meiner Comedy!
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Wie war eigentlich mein Anfang?
Sonntag, 12. Juli 2009Ein Klassenclown macht noch keinen Comedian!
Sonntag, 12. Juli 2009
Ein Klassenclown macht noch keinen Comedian!?
Wie werde ich aber dann das? Wie u. mit was fang ich denn an? Das sind die Fragen, die sich wohl schon jeder gestellt hat. Egal, ob Musiker, Zauberer, Comedian oder was weiß ich noch. Das spannende ist, es gibt kein Patent, wie man z.B. Comedian wird. Deine Elternhaus, Schulbildung, Berufsweg alles überwiegend egal. Du musst nur etwas zu erzählen haben u. das so witzig wie möglich. Mein Rezept für den Spezialkuchen, jede Menge Spaß, eine handvoll Durchhaltevermögen, eine Brise Talent (ohne geht es nun mal nicht), Glaube an dich u. natürlich Mut u. sehr viel Zeit u. Geduld aufbringen, denn gutes muß Reifen. Ein Klassenclown macht noch keinen Comedian! Das ist jedenfalls meine Überzeugung. Ich war auch nie in der Schule der Klassenclown (höchsten der 2. oder 3.:-), aber ich habe immer schon den Drang u. die Liebe für Bühnen verspürt. Ob schon früh als Musiker oder dann später, auch im Kabarett u. Comedy-Bereich. Klar, ist es ein Vorteil, wenn du schon vom Hause aus eine lustige Type bist. Finde, die wirken auf der Bühne einfach glaubwürdiger u. lockerer. Kenne aber auch einige Comedians, die im normalen Leben, nicht gerade lustig sind u. wahrscheinlich in ihrem Leben noch nie einen Clown gefrühstückt haben. Aber sobald die auf der Bühne sind, einfach grandios ihre Comedy dahin schmettern, dass du vor lachen dich nur so verbiegst. Hut ab, sag ich da! Kann ich nicht mithalten! Man spricht dann meist von, -Mann, ist der professionell! Auf der Bühne sooo lustig u. im normalen Leben bierernst. Der hat `s drauf!- Soll das dann heißen, jemand der im normalen Leben auch witzig u. lustig ist, wie auf der Bühne, ist etwa nicht so professionell? Egal! (bitte dieses Wort weitgehend auf der Bühne vermeiden, wenn du z.B. ins nächste Thema wechseln, möchtest.) Mein Tipp für den Anfänger, versuche zu ergründen, welche Comedy du machen möchtest. WAS u. vor allem WEN (Zielpublikum) möchtest du erreichen? Setze dir realistische Ziele. Falls du keine Vorkenntnisse als Musiker, Artist oder Zauberer o.ä. hast, wirst du wahrscheinlich anfangen, mit Stand up. Diese halte ich zugleich für die schwerste Disziplin in der Comedy. Du allein auf der Bühne mit nur einem Mikro in der Hand. Alleinig angewiesen, auf deine Gestik, Mimik, Ausstrahlung u. deiner Stimme, Artikulation. Der Hoffnung, dass die da unten im Zuschauerraum deine Comedy genauso verstehen, wie du sie auch meinst. Das letzt genannte wird wahrscheinlich ( noch-) nicht ganz so eintreffen, aber gerade da setzt dein Durchhaltevermögen ein u. der Mut, sich das nächste mal wieder vor die Leute zu stellen u. deine Nummer erneut zu performen. Macht nicht immer Spaß u du . findest es wahrscheinlich selber nicht immer lustig, wenn keiner da unten dich verstehen will oder kann. Nur Mut, alle haben so angefangen u. auch bei -Profis- floppen mitunter neue Nummern, wenn die auf einer offenen Bühne zum ersten mal diese bringen. Nur die gehen damit anders um! Ganz einfach auch erfahrener, als du mit deinen ersten sechs Minuten Stand up, den du dir unter der Bettdecke im Taschenlampenlicht u. Hand vor dem Mund haltend, dass keiner der Nachbarn von deinem lauten Gelache wach wird, geschrieben hast. Übrigens, wenn du selber über deine Witze lachst, ist meist ein gutes Zeichen, dass das auch andere gut finden. In dieser Rubrik werden wir versuchen zu ergründen, welche minimale Voraussetzungen man mitbringen muß, um Comedy „Bühnentauglich“ zu betreiben.
Comedy Made in Germany
Sonntag, 12. Juli 2009
Das Verständnis für Comedy, Made in Germany ist noch lange nicht da, wo die ganze Unterhaltungsbrache und auch wir Comedians es gerne sehen würden.
Neidisch schauen wir leider immer noch allzu oft amerik. u. engl. Comedians zu, wie sie auf der Bühne agieren u. das Publikum ohne Rücksicht auf Verluste, von einem Lachflash in den nächsten jagen.
He Mann, denke ich mir jedesmal, das können wir doch auch!? Also warum tun wir es dann nicht, mit unseren eigenen Ideen? Wir machen deutsche Comedy für deutschsprachiges Publikum! Wow, was für eine IDEE! Also, Schluß sag ich, mit der armseligen 1:1 -MöchteGernKopiererei- Das Publikum in unserem Land möchte nicht in fremde Mendalitäten gezwungen werden, haben weder amerikanischen noch englischen Humor, weil sie ganz einfach deutsch denken u. reden u. natürlich dessen Humor haben. Ausnahmen bestätigen die Regel…Klar!
Da fällt mir ein, vom Bruder lernen heißt siegen lernen, war mal ein ziemlicher naiver Spruch, der ehemaligen Kommunistischen Bruderstaaten, bevor alles zusammenbrach.
Was ich damit meine ist, du kannst nicht Mentalitäten, Gewohnheiten etc. von anderen Ländern 1:1 übernehmen u. dann dich wundern, warum es dennoch nicht genauso erfolgreich wird, wie beim“ Großen Bruder!“
Mittlerweile kommen immer jüngere Comedians, im alter von 15,17, 20 usw. auf unsere Bühnen, mit einer genialen witzigen, ich nenne sie mal, School-Comedy (…verdammt, schon wieder engl. (-: ).
Sie bringen frischen Wind in die Branche, auf deren Entwicklung ich mich jetzt schon u. in Zukunft freue.