Nur wer verständlich spricht, der kann auch verstanden werden!
Bühnenperformence/ präsenz besteht zu mal nicht nur aus Optik.
Klar, dass Auge ißt bekanntlich mit, aber eine Modelfigur
und gutes Aussehen, wird nicht ganz ausreichen, um ein guter Comedian zu werden bzw. zu sein.
Gott sein Dank! Auch wenn die Bühne manchmal einem Laufsteg ähnelt und Zuschauer in den Sessel hängen, mit dem Verhalten, ! “Na jetzt unterhalte mich mal, da vorne!”
Aber selbst, der beste Text, mit den geilsten Pointen u. einer Gag-Dichte, die so eng ist, dass kein Smilie mehr dazwischen passt, nützt nix, wenn das Publikum nichts versteht.
Akustisch, Dialektisch etc.!
Artikulation ist “fast” alles! Die Leute unten im Zuschauerraum müssen dich, zumal klar und deutlich hören und verstehen können. Rumstammeln und zu viel Gebrauch von Ähm u. Ey `s u. Ok´s können deinen besten Text killen.
Auch eine zu leise Pieps stimme (am Anfang evtl. aus Verlegenheit-Unsicherheit) oder du bist zu weit weg vom Mikrofon, können deine Nummer wesentlich mindern. Sie kommt einfach nicht an, beim Publikum.
Zu schnelles sprechen hört da genau so dazu (Thema: Timing). Bist du zu schnell, meist auch vor Aufregung, besteht die Gefahr,
dass du Silben oder gar ganze Wörter verschluckst u. dadurch auch schlimmstenfalls Pointen versemmelst.
Da ist dir dann wahrscheinlich am ende, sprichwörtlich die Luft ausgegangen.
Das richtige Atmen beim Sprechen, ganz wichtig! Klares und deutliches Sprechen kann man erlernen!
Einen Logopäden als Vocal-Coach oder zumindest einen Einblick in die Arbeit eines selbigen, kann für einen Comedian nie falsch sein.
Sprachtraining, Atemtechnik dürfen keine Fremdwörter für dich bleiben. Stimmlehrer brauchen nicht nur Sänger/innen.
Mit einfachen Texten u. Übungen kannst du zuhause oder auch kurz vor dem Auftritt, deine Stimme u. Stimmbänder fit machen.
Dazu mehr in einer der nächsten Artikel, wenn es heißt…”Stimm dich Fit!”
Archiv für August 2009
Warum versteht mich denn keiner?
Mittwoch, 26. August 2009Wettbewerbe
Samstag, 08. August 2009Es gibt mittlerweile überall in Deutschland Kleinkunstwettbewerbe.
Diese Wettbewerbe werden durchaus auch im Newcomer Bereich angeboten
u. könnten schon deshalb für einen Comedy Frischling interessant sein.
Wann sollte der junge Comedian dafür reif sein, sich für ein Wettbewerb zu bewerben?
Ganz einfach!
Du musst die Voraussetzungen diesbzgl. erfüllen. Zu erfragen beim Ausrichter oder Organisator.
Heißt also, wenn man von dir im Wettbewerb mind. 10min. Auftrittsdauer verlangt,
oder gar 2×10min (keine Seltenheit), dann solltest du die schon drauf haben.
Es bringt vorerst nichts, wenn du 5-7 min Stand up bereits gut, bei einigen Offenen Bühnen durchgestanden hast, aber ansonsten nix mehr an Material in der Schublade hast.
Dann heißt es, vorerst weiter fleißig schreiben u. testen.
Irgendwann ist man aber so weit und dann stellt sich die Frage, welche Wettbewerbe sind
für mein Material, meine Figur o.ä. lukrativ? Passen ich als Comedian eigentlich da rein?
Meine Meinung nach, sollte man sich diese Fragen stellen, denn nicht jeder Kleinkunstwettbewerb, ist auch für deine Comedy wohlmöglich geeignet.
Wenn ganz klar ausgeschrieben steht, z.B. „1. Comedy- Preis in Lachmannsdorf!“
„Wir suchen den Comedy- Star von morgen!“
Und du kannst auch noch die Voraussetzungen für die Teilnahme erfüllen,
dann nix wie hin. Auch wenn du wahrscheinlich nicht einmal Fahrgeld für die An- u- Abreise dafür bekommen wirst, ist ein Wettbewerb immer auch ein spannender Nervenkitzel, der dich auch erfahrungsgemäß immer weiter bringen wird, in deiner Comedy.
Auch wenn du nicht gewinnst oder gar schon in der Vorrunde rausfliegst.
Nimm es bitte nicht persönlich! Diese Art von Erfahrung trägt auch deiner Weiterentwicklung bei. Betreibe Analyse an dir u. deiner Comedy. Frage Freunde, die evtl. bei deinem Auftritt mit dabei waren. Suche ganz einfach vertrautes Feedback, von Leuten die dich schätzen, kennen u. die dir wichtig sind. Lass dabei solche „Ausreden“ wie, blödes Publikum oder dilettantische Jury nicht gelten.
Allerdings, etwas vorsichtiger solltest du nach meiner Meinung sein, bei Kleinkunstwettbewerben!
Hier treffen vielerlei an Kleinkunstsparten aufeinander. Z.B. Jongleure, Zauberer, Liedermacher u.v.m. Hier kann man sich schon mal, als Comedian ziemlich verloren vor kommen. Denn, da können tatsächlich im Publikum sitzen, Leute, die nicht gekommen sind um zu Lachen, sondern eher sich verzaubern zu lassen oder sich berieseln zu lassen von einem Virtuosen am Klavier, der gerade voller Schmacht eine Ballade klimpert.
Muß man akzeptieren!
Wenn es für dich ok ist, dann aber ebenfalls ran u. bewerben.
Übrigens, ich habe auch schon an einigen Comedy- u. Kleinkunstwettbewerben teilgenommen, ich weiß also von was ich spreche. Habe nämlich noch nie einen gewonnen oder zumindest ins Finale geschafft.
Und bei einen Mix-Kleinkunstpreis bin ich sogar schon mal letzter geworden.
Heute kann ich darüber lachen, ich leb ja noch u. Comedy macht mir
immer noch wie verrückt Spaß.
Damals allerdings habe ich angesäuert gedacht: „Blödes Publikum / Dilettantische Jury!“