Wie wichtig ist Werbung und Merchandising für den Künstler?
Würde mal sagen, für den Newcomer „ nur ” begrenzt wichtig. Vorerst!
Also, es wäre nicht so günstig, wenn du z.B. als Heinz Schmidt Auftritts, ca. 1-2 im Monat, meist auf offenen Bühnen , und dir T-Shirts anfertigen würdest mit „ Heinz Schmidt on Tour“ oder so was ähnlichem.
Und diese dann noch wohlmöglich zum Verkauf anbietest…na ja!
Könnte ein bisschen lächerlich wirken u. meines Erachtens, etwas zu verfrüht sein. Denn nur, wenn auch die Nachfrage anhand
deines Bekanntheitsgrades auch da ist u. du auch auf Tour bist,
mit eigenem Programm, erst dann wäre dieser Schritt einer Überlegung wert.
Ansonsten erinnert mich das an solche Aufkleber, hinten auf der Heckscheibe der Autos von jungen Familien…Lukas on Tour, Kevin on Tour, Britney on Tour…etc.
Wenn du es dennoch nicht sein lassen kannst, musst du einfach damit rechnen, dass du wohl auf deinen 500 T-Shirts, in vier Farben erhältlich drauf sitzen bleibst.
Dann kannst du sie ja immer noch in aller Ruhe innerhalb der nächsten zehn Jahre selber auftragen.
Als Musiker sieht es schon ein wenig anders aus.
Falls du Musik-Comedy machst, ist es immer ganz nett, ein paar CD ´s falls bereits vorhanden, im Theater oder im Club bei deinen Kurzauftritten auszulegen.
Es gibt hin und wieder immer mal jemanden im Zuschauerraum, dem dein Auftritt gefällt u. daraufhin eine CD von dir mitnimmt.
In einer der nächsten Rubriken, wird es diesbzgl. auch ein Artikel geben,
„CD Produktion – selber machen oder machen lassen!“
Mein Vorschlag! Verkaufe deine selbstgemachten CD`s für 7-10 Euro.
Das wäre dann auch für jeden erschwinglich u. der Käufer überlegt dann auch nicht groß über den Investition nach (schmerzfreier Betrag). Allerdings sollten da schon ca. 8 Tracks drauf sein (Preis-Leistung).
Visitenkarten oder auch Autogrammkarten ist für Präsentation immer nett, welche sich drucken zu lassen und beim Auftritt dabei zu haben.
Bedenke! Gerade am Anfang deiner „Bühnenkarriere“ , kann sich noch vieles an deiner Comedy- Präsenz ändern. Also, lieber erst 200 Stück drucken bzw. herstellen lassen, als 2000 Stück.
Größere Stückzahlen bieten die diversen Druckanbieter den Einzelpreis pro Stück immer etwas günstiger an,. Aber meistens kommt nach einiger Zeit die Erkenntnis oder der Eindruck des Newcomers,
dass er sich weiterentwickelt hat u. die Visiten- oder auch Autogrammkarte ihm gar nicht mehr so identisch wiedergeben, wie er es gerne möchte. Und schon bastelt er sich eine neue Autogrammkarte u. die restlichen 1700 Stück vom 2000er Erstdruck fliegen in die Tonne. Schade ums Geld! Auch hier gilt, gerade zu Beginn,
die alte Weisheit…“Weniger ist mehr!“
Wie sagte schon der Schwabe, “Spare wo de kanscht!”
Z.B. bei Visitenkarten kommt endlich die langersehnte eigene Website hinzu. Die willst du natürlich auch voller Stolz, auf der Visitenkarte draufhaben, dass auch so viel als möglich, dich im Netz anklicken bzw. finden. Also, deine Entscheidung ohne wenn und aber,
neue Visitenkarten drucken. Also auch hier, lieber weniger drucken lassen oder gar nach Bedarf selber herstellen. Software diesbzgl. gibt es ja mittlerweile genug.
Nur kurz möchte ich hier die Internetpräsenz ansprechen. Übrigens, ganz wichtig für die Eigenwerbung des Künstlern.
Das Thema ist aber einfach zu umfangreich, um es auf zwei, drei Sätze durchzuhacken.
Also wird auch hier in Kürze ein Artikel erscheinen, wo wir explizit das Thema Internetpräsenz bearbeiten werden.
Falls noch Ideen vorhanden bei euch, bitte her damit u. schreibt sie mir! Freue mich nach wie vor auf das Feedback eurerseits!
Archiv für die Kategorie ‘7. Auf die Bretter, fertig, los’
Werbung & Merchandising – Brauch ich, will ich, muß ich?
Montag, 07. September 2009Auf die Bretter, fertig, los
Sonntag, 12. Juli 2009
Als ich das erste mal so -RICHTIG- auf der Bühne stand (obwohl ich eigentlich saß), war ich ca. fünfzehn u. habe in einer Schülerband getrommelt. Fünf Minuten vor dem Auftritt meldete sich spontan mein Darm, konnte aber nicht mehr weg. Wir spielten ne Dreiviertelstunde lang u. es war die längste in meinem Leben. Unser Bassist meinte nach dem Auftritt zu mir, Mann, warst du verkrampft, ich habe noch nie gemerkt, dass du mit geschlossenen Augen spielst. Das Beste war, nach dem Auftritt konnte ich nicht mehr u. hatte für den restlichen Abend, nur noch Bauchschmerzen. Mein Rat, checkt vorher rechtzeitig alle Unbequemlichkeiten aus, die euch davon abhalten könnten, eine gute Performence auf der Bühne zu präsentieren. Falls du noch nie auf einer Bühne gestanden hast, teste selbige vor dem Auftritt nach Möglichkeit. Hier ein paar kleine Tipps von mir! Suche deinen sicheren Standpunkt auf der Bühne, also wo habe ich zu stehen. Stelle dich, falls du alleine auf der Bühne eine Nummer spielst, möglichst zentral in der Mitte auf. Hat die Bühne eine gewisse Tiefe, geh nicht zu weit nach hinten (geht meist am anfang während dem spielen automatisch) Achte darauf u. korrigiere, kontrolliere oder auch markiere gegebenenfalls deinen Punkt. Gerade am Anfang geht man aus gewisser Unsicherheit automatisch auf der Bühne nach hinten. Sieht dann immer so aus, als möchte man vor dem Publikum flüchten. Ausnahme, wenn Messer oder irgendwelche übelriechende abgelaufene Lebensmittel anfangen zu fliegen. Teste das Mikro vor dem Auftritt! Wie kling ich über einen PA-Anlage? Höre ich mich auf der Bühne (Monitoring)? Falls das Mikro in einem Ständer klemmt, bekomme ich das Mikro bequem u. ohne Hektik aus dem Ständer u. auch wieder rein? Wie funktioniert bei dem Mikroständer die Höhenverstellung (sehr wichtig, nicht zu unterschätzen)? Achte, falls du kein Funkmikro zur Verfügung hast, die Stolperfalle Mikrokabel. Probe deine Verabschiedung vom Publikum/ Bühnenabgang , vor allem, wo gehe ich von der Bühne ab. Es gibt ganz bestimmt noch viele Sachen, auf die man bühnentechnisch achten sollte, von mir, hier nur die Basics. Vielleicht fällt den einen oder anderen Leser sicherlich noch etwas zusätzliches ein. Und immer darauf achten, hör auf deinen Darm, bevor du dir den ganzen Abend mit Bauchschmerzen vermiest. Und dann …auf die Bretter, fertig, los! a